Hausärztliches Primärversorgungszentrum
Das „Hausärztliches Primärversorgungszentrum – Patientenversorgung Interprofessionell“ ist ein zukunftsorientiertes, berufsübergreifendes Versorgungsangebot, das sich durch die kontinuierliche, kooperative und versorgungssteuernde hausärztliche Koordination der umfassenden Grundversorgung auszeichnet. Ziel ist, die Versorgung effizient, vernetzt und bedarfsgerecht zu gestalten – für mehr Qualität und Zufriedenheit bei Patientinnen und Patienten sowie Praxisteams.
Was ist HÄPPI?
Das HÄPPI (Hausärztliches Primärversorgungszentrum – Patientenversorgung Interprofessionell) ist ein vom Hausärztinnen– und Hausärzteverband entwickeltets Versorgungsangebot, das auf den bewährten Strukturen der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) aufbaut. Es reagiert auf die veränderten Anforderungen im Gesundheitswesen und zielt darauf ab, eine zukunftsfähige, patientenorientierte Versorgung zu sichern – für Patientinnen, Patienten und Praxisteams gleichermaßen.
Wie wird Ihre Praxis HÄPPI?
Um sich HÄPPI nennen zu dürfen, muss Ihre Praxis verschiedene Qualitäts- und Strukturmerkmale erfüllen. Das Fundament ist ein starkes Kernteam aus mindestens einer hausärztlichen Leitung und einer Person mit einem akademischen nichtärztlichen Gesundheitsberuf.
Erfahren Sie hier mehr zu den Voraussetzungen in der hausärztlichen Praxis:
Schnelleinstieg:
Ein Gewinn auf allen Ebenen
Von HÄPPI profitieren
Entlastung der Hausärztinnen und Hausärzte durch strukturierte Delegation medizinischer und organisatorischer Aufgaben
Höhere Attraktivität als moderne Arbeitgeberpraxis für qualifizierte Fachkräfte
Verbesserte Praxisorganisation und effizientere Abläufe durch digitale Prozesse
Zusätzliche Vergütungspotenziale durch HÄPPI-Zuschläge und neue Versorgungsstrukturen bei bestehenden Honoraranlagen – in einzelnen HZV-Verträgen bereits umgesetzt
Wissenschaftlich belegt: HÄPPI funktioniert in der Praxis
Die wissenschaftliche Begleitung der bisherigen Pilotierungen zeigt regionsübergreifend konsistente und deckungsgleiche Ergebnisse: HÄPPI ist unabhängig von Praxisgröße und Praxisstruktur in unterschiedlichen hausärztlichen Settings erfolgreich umsetzbar.
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HÄPPI wurde vom Hausärztinnen- und Hausärzteverband gemeinsam mit der Universität Heidelberg entwickelt und wissenschaftlich begleitet. Erste Evaluationsergebnisse liegen bereits vor – weitere wissenschaftliche Publikationen aus den Pilotierungen in Bayern und Rheinland-Pfalz folgen.
Die Evaluationsergebnisse verdeutlichen, dass durch die optimierten Strukturen und Prozesse im Rahmen von HÄPPI zusätzliche Versorgungskapazitäten geschaffen werden können, wodurch perspektivisch mehr Patientinnen und Patienten durch das hausärztliche Praxisteam betreut werden können. Das Konzept erweist sich skalierbar und kann ebenso im ländlichen Raum nachhaltig implementiert werden.
HÄPPI ist für jede Praxis geeignet: Alle Praxen, unabhängig von Größe und Struktur, können erfolgreich HÄPPI werden. Patientinnen und Patienten unterstützen diesen Wandel aktiv.
HÄPPI erfordert Changemanagement: Die Umstellung betrifft alle Ebenen und das gesamte Team. Ein wirtschaftlicher Rahmen ist dafür unerlässlich.
HÄPPI stärkt die Versorgung: Praxen können mehr Patientinnen und Patienten bei gleichbleibender Qualität versorgen. HÄPPI bietet eine Lösung gegen den Hausärztemangel.
Für wen ist HÄPPI relevant?
HÄPPI richtet sich an alle Formen der hausärztlichen Praxen, die sich zukunftsorientiert weiterentwickeln und den Herausforderungen der ambulanten Versorgung aktiv begegnen möchten.
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Die HÄPPI-Kernelemente zielen auf eine bedarfs- und zukunftsorientierte hausärztliche Versorgung ab, die in jeder Hausarztpraxis unabhängig von der Praxisgröße umgesetzt werden können. Derzeit zeigt der Trend, dass der hausärztliche Nachwuchs gerne in Teams arbeiten möchte und sich mehr interprofessionelle Zusammenarbeit wünscht – alles Voraussetzungen, die vor allem größere Praxisstrukturen bieten können. Gerade für kleine Praxiseinheiten, die für die Versorgung weiter wichtig bleiben, bietet HÄPPI eine Chance, die Versorgung aufrechtzuerhalten.
Somit bietet HÄPPI insbesondere für Praxen Potenzial, die:
langfristig eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe Versorgung sichern möchten,
den Gedanken der Teampraxis konsequent weiterentwickeln möchten,
Delegationspotenziale stärker ausschöpfen wollen,
ihre hausärztlichen Ärztinnen und Ärzte gezielt entlasten möchten,
effiziente und nachhaltige Praxisstrukturen etablieren wollen
sowie die Attraktivität ihres Arbeitsplatzes für Mitarbeitende steigern möchten.
Welche Chancen ergeben sich durch HÄPPI für die hausärztliche Praxis?
Durch Delegation und Digitalisierung werden Freiräume geschaffen, um die steigende Krankheitslast einer alternden Gesellschaft bei gleichzeitig sinkender Arztzeit bewältigen zu können. Hausärztinnen und Hausärzte können sich so auf die Behandlung zunehmend komplexerer Krankheitsbilder konzentrieren, die ihre Expertise erfordern.
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Entlastung und effiziente Ressourcennutzung: Durch eine klare Aufgabenverteilung und den gezielten Einsatz qualifizierter Gesundheitsfachkräfte werden vorhandene Ressourcen optimal genutzt und Hausärztinnen und Hausärzte wirksam unterstützt.
Stärkung der Kompetenzen im Praxisteam: Medizinische Fachangestellte und weitere Gesundheitsberufe wie VERAH oder PCM können ihre Qualifikationen gezielt und eigenverantwortlich einbringen.
Stabile und zukunftssichere Versorgung: Das Teampraxiskonzept ermöglicht eine arbeitsteilige Versorgung und schafft verlässliche Strukturen für eine langfristig gesicherte Patientenbetreuung.
Effiziente Praxisorganisation: Standardisierte Prozesse und klar definierte Rollen verbessern Kommunikation, Zusammenarbeit und Abläufe innerhalb der Praxis.
Attraktive Arbeitsbedingungen: Moderne Teamstrukturen, flexible Arbeitsmodelle und Delegation stärken die Arbeitszufriedenheit und erhöhen die Attraktivität der hausärztlichen Tätigkeit.
Wohnortnahe Patientenversorgung: HÄPPI unterstützt den Erhalt einer flächendeckenden und wohnortnahen Versorgung – insbesondere in Regionen mit erhöhtem Versorgungsbedarf.
Innovative und nachhaltige Versorgungskonzepte: HÄPPI zeigt, wie ambulante Versorgung interprofessionell, effizient und zukunftsfähig gestaltet werden kann.
Passen die Strukturen Ihrer Praxis zu HÄPPI?
Bevor es losgeht, lohnt ein ehrlicher Blick auf die eigene Praxis, um zu verstehen, wo Sie bereits HÄPPI-nah aufgestellt sind und wo Veränderungsbedarf besteht. Vier Schritte helfen dabei:
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- Praxisabläufe analysieren: Gemeinsam werden bestehende Prozesse – von Terminvergabe bis Abrechnung – strukturiert analysiert, um Transparenz zu schaffen und Optimierungspotenziale zu identifizieren.
- Ziele und Vision definieren: Im Team werden klare Ziele und eine gemeinsame Vision entwickelt, um Patientenversorgung und Zusammenarbeit nachhaltig weiterzuentwickeln.
- Veränderungsbedarf erkennen: Basierend auf den Analyseerkenntnissen und den Zielen erfolgt die Bewertung des Änderungsbedarfs.
- HÄPPI-Kernteam aufbauen: Ein interdisziplinäres Kernteam aus ärztlichen und nichtärztlichen Fachkräften begleitet die Transformation und treibt Veränderungen aktiv voran.
Wie können Sie HÄPPI in Ihrer Praxis umsetzen?
Auf Basis der Analyse leiten Sie gemeinsam im Team konkrete Maßnahmen ab und entwickeln einen klaren Umsetzungsplan für Ihre Praxis. Hier empfiehlt es sich, mit Projektmanagement-Methoden zu arbeiten. Diese bieten eine klare Struktur und helfen dabei, Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu definieren. Das sorgt für eine bessere Organisation und Übersichtlichkeit, durch Planung und Zuweisung von personellen Ressourcen können diese effizienter genutzt werden.
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Eine mögliche Einteilung der Aufgaben kann anhand von Arbeitsbereichen erfolgen, wie z. B.:
Organisation und Administration
Formularwesen (Dokumente, Formulare und Verordnungen)
Labordiagnostik
Technische Untersuchungen (z. B. EKG, Lungenfunktion, Sonographie)
Anamneseerhebung unter Berücksichtigung des biopsychosozialen Krankheitsmodells
Klinische und standardisierte Untersuchungstechniken mithilfe von Scores/Checklisten
Haus- und Pflegeheimbesuche
Patientenschulungen und -beratungen
Erfolgreiches Veränderungsmanagement beinhaltet gemeinsame Projektgruppenarbeit. Zusätzlich sollten klare Ziele und Meilensteine gesetzt werden, um Fortschritte messbar zu machen. Eine transparente Kommunikation innerhalb der Gruppe hilft dabei, alle Beteiligten auf dem gleichen Stand zu halten.
Tipp einer HÄPPI-Praxis: Es lohnt sich, Methoden aus dem Projektmanagement anzuwenden. Man schafft damit einen Rahmen und die Strukturen, an denen sich das gesamte Team orientieren kann. Visuelle Darstellungen zeigen auf einen Blick, wo man in der Umsetzung steht.
Was sind Ihre nächsten Schritte?
Der Entschluss, HÄPPI zu werden, ist der erste Schritt. Was folgt, ist kein Sprung ins kalte Wasser, sondern ein strukturierter Prozess, der Ihr Team von Beginn an einbindet. Mit einem klaren Projektplan, einem gemeinsamen Kick-off und konkreten Teilprojekten starten Sie Schritt für Schritt in Ihre HÄPPI-Praxis.
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Starten Sie mit einem praxisinternen HÄPPI-Kick-off-Workshop. Hier informieren Sie das gesamte Team über das HÄPPI-Konzept, erarbeiten gemeinsam einen Projektplan und legen fest, wer welche Teilprojekte übernimmt. Ein bewährter Ansatz beim Start: Neue Rollenverteilungen zunächst für einen definierten Zeitraum erproben – und offen bleiben für Anpassungen. Eine Pilotpraxis berichtet:
„Wir haben im Team vereinbart, dass wir den Zuschnitt der Kompetenzteams zwölf Monate testen und danach die Besetzungen wechseln können, wenn gewünscht. Das gibt den Teammitgliedern die Sicherheit, dass ihre Erfahrungen und Bedürfnisse miteinbezogen werden."
Wiederkehrend prüfen: Funktionieren die Maßnahmen und Umsetzung?
HÄPPI ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess. Regelmäßige Reflexion im Team hilft dabei, Fortschritte zu bewerten, Herausforderungen früh zu erkennen und Abläufe gezielt weiterzuentwickeln.
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Bewährt haben sich regelmäßige Teambesprechungen auf drei Ebenen: fachlicher Austausch über Patientinnen und Patienten, Kommunikation über organisatorische Aspekte und Reflexion des Veränderungsprozesses. Eine Pilotpraxis berichtet: „Wir haben festgestellt, dass diese regelmäßigen Besprechungen von zentraler Bedeutung sind, um sicherzustellen, dass die Praxis reibungslos funktioniert und alle Mitarbeitenden auf dem gleichen Stand sind.“
Unser Tipp: Sammeln Sie Fehler und Verbesserungsvorschläge systematisch. Installieren Sie dafür eine Optimierungs-Pinnwand: Auf einer Pinnwand / Flipchart werden spontan, informell und ggf. anonym Mängel und Verbesserungsvorschläge aufgeschrieben.
Aus der Praxis für die Praxis
Erfahrungen aus anderen HÄPPI-Praxen
Profitieren Sie von den Vorreitern – unsere HÄPPI-Praxen teilen folgend ihre Erfahrungen aus dem Implementierungsprozess mit Ihnen.
Klein starten, groß denken:
Starten Sie frühzeitig mit kleinen, pragmatischen Schritten. Testen Sie neue Prozesse zunächst im kleinen Rahmen und entwickeln Sie diese fortlaufend weiter – und planen Sie die Implementierung bewusst nicht in Hochlastphasen.
Team von Beginn an einbinden:
Planen und gestalten Sie Veränderungen gemeinsam im Team. Etablieren Sie kurze Abstimmungswege und eine regelmäßige Teamkommunikation – und unterschätzen Sie die Akzeptanz im Team nicht.
Patientinnen und Patienten von Beginn an einbinden:
Informieren Sie Ihre Patientinnen und Patienten vor und während der personellen Umstrukturierung und steigern Sie somit Verständnis und Compliance für den Prozess.
Rollen und Aufgaben klar verteilen:
Definieren Sie Verantwortlichkeiten eindeutig, delegieren Sie administrative Aufgaben gezielt und integrieren Sie spezialisierte Mitarbeitende sichtbar und sinnvoll.
Digital und vernetzt arbeiten:
Setzen Sie digitale Tools gezielt und alltagsnah ein, unterstützen Sie die Patientenkommunikation konsequent digital und binden Sie lokale Netzwerkpartnerinnen und -partner frühzeitig ein.
Zitat von einem Hausarzt einer Pilotpraxis:
„Es lohnt sich, in die IT-Ausstattung der Praxis zu investieren. Ein flexibles Praxisverwaltungssystem hat einen hohen Mehrwert.“
Nicht ohne das Team:
Transformation mit aktiver Einbindung des Teams und in einem realistischen Tempo gestalten.
Nicht ohne Struktur:
Delegation mit klaren Prozessen, Rollen mit eindeutigen Verantwortlichkeiten und Projekte mit ausreichenden Ressourcen.
Nicht zu viel auf einmal:
Veränderungen gut abgestimmt umsetzen und Mitarbeitende nicht zusätzlich belasten.
Nicht analog stehen bleiben:
Schnittstellenfähige Lösungen fördern und die Patientenkommunikation digital weiterentwickeln.
Zitat von einem Hausarzt einer Pilotpraxis:
„Der Teamgedanke war entscheidend! Ich empfehle meinen ärztlichen Kolleginnen und Kollegen, sich auf den Prozess einzulassen und dem Team Vertrauen zu schenken. Die nichtärztlichen akademisierten Kolleginnen und Kollegen müssen die Chance bekommen, ihre erworbenen Kompetenzen einzubringen.“
Sie wollen mit einer HÄPPI-Praxis in Ihrer Nähe Kontakt aufnehmen?
Dann melden Sie sich bei Ihrem Hausärztinnen- und Hausärzteverband.
Interesse geweckt?
Sie haben Fragen?
Wir haben Antworten
Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um HÄPPI.
Teilnahme und Voraussetzungen
- Können bereits Studierende eingesetzt werden?
Der entsprechende Zuschlag gilt nur für Mitarbeitende mit einem abgeschlossenen akademischen nichtärztlichen Gesundheitsberuf bei vorhandener Honoraranlage.
Studierende können unterstützend tätig sein, aber der Zuschlag wird erst nach Abschluss des Studiums gezahlt. Es gibt jedoch Übergangsregelungen, falls eine Nachbesetzung notwendig ist. - Muss im Rahmen einer BAG nur eine Hausärztin / ein Hausarzt die Weiterbildungserlaubnis besitzen?
Ja. Es reicht, wenn in der Teampraxis eine Weiterbildungsbefugnis im Gebiet Allgemeinmedizin vorliegt.
- Muss jede Ärztin / jeder Arzt einer BSNR (Praxis) an der HÄPPI-Einsteigerschulung teilnehmen?
Nein, im Rahmen des AOK BW Vertrags muss lediglich eine Ärztin / ein Arzt pro BSNR die HÄPPI-Einsteigerschulung besucht haben. Die Einsteigerschulngen sind ebenfalls für Personen außerhalb des Landesverbands Banden-Württemberg im Sinne der weiteren Edukation zugänglich und können absolviert werden. https://www.haevbw.de/haeppi-registrierung
- Welche Krankenkassen machen bei HÄPPI mit? Ist eine Ausweitung geplant?
Aktuell ist die HÄPPI-Vergütung auf die AOK Baden-Württemberg beschränkt. Eine Ausweitung auf weitere Krankenkassen wird angestrebt.
- Welche Studienabschlüsse der akademischen nichtärztlichen Gesundheitsberufe werden anerkannt?
Übersicht anerkannter akademischer nichtärztlicher Gesundheitsberufe:
Akademischer Abschluss und klar erfasst
Beruf Üblicher Abschluss Hebamme B.Sc. Hebammenkunde Psychotherapeut:in M.Sc. Psychologische Psychotherapeutin/Psychotherapeut bzw. Approbation nach Studium der Klinischen Psychologie und Psychotherapie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:in M.Sc. mit Vertiefung Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Approbation nach entsprechendem Studium Apotheker:in Staatsexamen Pharmazie (kein Bachelor/Master-System, sondern Staatsexamen nach Approbationsordnung für Apotheker) Physician Assistant (PA)/ Arztassistent:in B.Sc. Physician Assistant bzw. B.Sc. Arztassistenz (teils auch als berufsbegleitender Bachelor mit vorangegangener medizinischer Ausbildung) Primary Care Management (PCM) i. d. R. Zertifikatsstudiengang bzw. B.Sc./B.A. Primary Care Management (mit vorangegangener Ausbildung als Pflegefachkraft oder MFA) Diplom-Pflegefachfrau/-mann Diplom (Dipl.-Pflegewirt:in bzw. Diplomabschluss Pflegewissenschaft, ältere Abschlussbezeichnung vor Bachelor-Umstellung) Diplom-Ökotrophologin/-e Diplom (Dipl. Oecotrophologin/e, ältere Abschlussbezeichnung vor Bachelor-Umstellung) Erfasst, aber nur bei akademischem Abschluss (nicht bei klassischer Ausbildung):
Beruf Erforderlicher akademischer Abschluss Pflegefachkraft B.Sc. Pflege im Rahmen eines primärqualifizierenden (dualen) Studiengangs nach § 8 PflBG Physiotherapeut:in B.Sc. Physiotherapie (entweder als primärqualifizierendes Studium oder dual) Ergotherapeut:in B.Sc. Ergotherapie über einen Modellstudiengang Logopäd:in B.Sc. Logopädie über einen Modellstudiengang Angewandte Gesundheits- und Pflegewissenschaften B.Sc., zusätzlich vorangegangene abgeschlossene Ausbildung in einem Gesundheitsberuf Palliativpflege M.Sc., zusätzlich vorangegangenes Studium/Ausbildung in einem Gesundheitsberuf Ernährungswissenschaften B.Sc. mit klinisch-diätischer Studienausrichtung (Modulhandbuch entscheidend) Medizinalfachberufe B.A., zusätzlich vorangegangene abgeschlossene Ausbildung in einem Gesundheitsberuf Public Health/ Gesundheitswissenschaften B.Sc./M.Sc./M.P.H mit Studienschwerpunkt, der ein konkretes patientennahes Berufsbild begründet - Wie erfolgt die Erhebung und Übermittlung von Patientenbefragungen im HÄPPI-Modell?
In einer HÄPPI-Praxis werden Patientenbefragungen (wie PRO/PREM) digital und datenschutzkonform direkt in der Praxis durchgeführt und ausgewertet. Ein Versand oder die Übermittlung der ausgefüllten Fragebögen an die HÄVG bzw. die HZV-Vertragspartner ist zum Schutz der Patientendaten ausdrücklich nicht gestattet und strengstens untersagt.
- Wie viele Mitarbeitende mit einem abgeschlossenen akademischen nichtärztlichen Gesundheitsberuf müssen im Verhältnis zur Anzahl der Hausärztinnen und Hausärzte beschäftigt sein?
Um HÄPPI zu werden, ist kein festes zahlenmäßiges Verhältnis zwischen Hausärztinnen und Hausärzten und Mitarbeitenden mit abgeschlossenem akademischem nichtärztlichem Gesundheitsberuf vorgeschrieben. Es reicht aus, wenn im gesamten Team der Praxis oder des MVZ mindestens eine akademische nichtärztliche Fachkraft mit mindestens 0,5 Vollzeitkraft (VZK) beschäftigt ist.
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