Zwei Köpfe, eine Entscheidung: arriba in der HZV

Ob Therapieform oder Medikation – wichtige Entscheidungen trifft man besser gemeinsam. Mit arriba ist das möglich: Das Tool zum Shared-Decision-Making unterstützt Hausärztinnen und Hausärzte dabei, medizinische Entscheidungen zusammen mit ihren Patientinnen und Patienten zu treffen – evidenzbasiert, verständlich und auf Augenhöhe.

So funktioniert arriba

Arriba ist eine digitale Anwendung, die Hausärztinnen und Hausärzte im Gespräch mit ihren Patientinnen und Patienten einsetzen können. Für unterschiedliche Behandlungsanlässe – etwa kardiovaskuläre Prävention, Diabetes oder Depression – stellt die Software passende Module bereit. Diese strukturieren das Gespräch und liefern wissenschaftlich fundierte Entscheidungshilfen.

Die individuellen Risiken und Präferenzen der Patientin oder des Patienten werden dabei mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammengeführt – verständlich aufbereitet und visuell unterstützt, etwa durch ein Ampelsystem.

Das Ergebnis: Patientinnen und Patienten verstehen ihre Situation besser und sind stärker eingebunden. Das wirkt sich nachweislich positiv auf Therapietreue und Zufriedenheit aus. Für die Praxis bedeutet das: ein strukturiertes, evidenzbasiertes Gespräch, das trotzdem Raum für die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten lässt.

Ein starkes Duo

Hausärztinnen und Hausärzten, die an der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) teilnehmen, steht eine spezielle Version von arriba zur Verfügung. Sie umfasst die Module Kardiovaskuläre Prävention, Depression, Orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern, Diabetes mellitus Typ II und Protonenpumpenhemmer.

In vielen HZV-Verträgen können Behandelnde diese Module nicht nur kostenlos nutzen – die aktive Nutzung wird sogar noch zusätzlich vergütet: Wer bestimmte arriba-Module im Patientengespräch einsetzt, kann dafür eigene Leistungen abrechnen. Welche Module konkret verfügbar sind und wie die Nutzung vergütet wird, hängt vom jeweiligen HZV-Vertrag ab. Die genauen Konditionen finden Praxen in ihren Vertragsunterlagen.

Neu ab Q4: arriba wird zur Web-Anwendung

Bislang lief arriba als Desktop-Anwendung – mit separater Installation, Registrierung und Anmeldung. Damit ist ab Oktober 2026 Schluss: arriba wird zu arribaWeb, einer modernen Web-Anwendung, die direkt in die Praxissoftware integriert ist. Das bedeutet konkret:

  • Direkter Start aus dem Profil der Patientin / des Patienten: ArribaWeb öffnet sich per Link oder Button unmittelbar aus der Praxissoftware, eine separate Anwendung wird nicht mehr benötigt.
  • Weniger Aufwand: Installation, Registrierung und Anmeldung entfallen komplett.
  • Automatische Zuordnung: Ergebnisse werden direkt den jeweiligen Versicherten zugeordnet.
  • Lückenlose Dokumentation: Die Zusammenfassung landet automatisch als PDF in der Patientenhistorie.

Bei einigen Praxissoftware-Herstellern ist arribaWeb bereits seit Q3/2026 verfügbar, ab Q4 wird die Umstellung für alle Hersteller verpflichtend. Praxen müssen dafür selbst nichts veranlassen – auch nicht, wenn sie arriba bisher noch gar nicht genutzt haben. Die Desktop-Version bleibt übergangsweise parallel nutzbar, wird aber mittelfristig durch arribaWeb abgelöst.

Wer arriba noch nicht nutzt, hat mit arribaWeb den denkbar einfachsten Einstiegspunkt: kein Download, keine Installation, kein zusätzlicher Aufwand. Die Anwendung ist direkt da, wo sie gebraucht wird – im Patientengespräch. Und wer als HZV-Praxis ohnehin schon über den passenden Vertrag verfügt, profitiert gleich doppelt: von einem etablierten Tool für bessere Patientenkommunikation und von der Vergütung, die viele HZV-Verträge dafür vorsehen.

Weitere Informationen zu arriba in der HZV sowie Schulungsvideos zu den einzelnen Modulen gibt es unter https://arriba-hausarzt.de/hzv-haevg.

Sie möchten jetzt mit der HZV starten und arriba im Praxisalltag kostenlos nutzen?
Dann finden Sie hier alle Verträge in Ihrer Region: https://www.hausarztservice-online.de/

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